Sven Ganskow anerkannter Stadtjäger gemäß §13a Jagd- und Wildtiermanagementgesetz Baden-Württemberg (JWMG BW)
Wildtiere im Siedlungsraum
In ganz Europa erobern Wildtiere den Siedlungsraum. Längst geht es nicht mehr um altbekannte Untermieter menschlicher Behausungen und Gärten wie Steinmarder, Igel und Fledermäuse; die Liste der „Stadttiere“ wird stetig länger.
Wildtiere haben entdeckt, dass menschliche Siedlungen hervorragenden Lebensraum bieten mit konstantem Nahrungsangebot, milderem Klima, bester Deckung und wenigen Feinden. Die im Siedlungsraum oft wenig scheuen Wildtiere sind für viele Bewohner eine Bereicherung. Andererseits sehen sich die Kommunen neuen Konfliktfeldern gegenüber. Das Spektrum reicht von Lärmbelästigung über Verschmutzungen durch Kot, Fraß in Gärten, Aufgraben von Grünanlagen, bis zu Übertragung von Krankheiten und Unfällen mit Personenschäden. Handlungsbedarf ist offensichtlich, sowohl bezüglich Aufklärung und Prävention, als auch bezüglich Schadensminimierung und Populationskontrolle.
Wildtiere hinterlassen oft Spuren im Garten oder auf der Terrasse. Oft finden sich nur Indizien, ohne das Wildtiere direkt gesehen oder beobachtet werden können.
Zu diesen Spuren gehören zum Beispiel Trittsiegel oder Fährten, Grab-oder Wühlspuren, Kot, Urin und Futterreste oder auch komische Geräusche die vom Dachboden oder aus dem Keller kommen.